Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben P

 

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Persönliche Schutzausrüstung

Feuerwehrangehörige schützen sich mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vor den äußeren Gefahren im Einsatz und Übungsdienst. In jedem Einsatz werden daher grundsätzlich folgende Gegenstände getragen oder mitgeführt:

  • Feuerwehrschutzjacke und/oder Feuerwehrüberjacke
  • Feuerwehrschutzhose und/oder Feuerwehrüberhose
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  • Feuerwehr-Schutzhandschuhe
  • Feuerwehr-Stiefel

Aufbau und Ausstattung bleiben den einzelnen Herstellern überlassen. Die Schutzwirkung der einzelnen Teile muss jedoch der EU-Norm entsprechen. Nicht genormt ist dabei die Farbe, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. In Deutschland wird üblicherweise Schutzausrüstung nach HuPF (Herstellungs- und Prüfrichtlinie von Feuerwehrschutzkleidung) und nach DIN EN 469 getragen. Diese Grundausstattung kann je nach Einsatzart ergänzt oder verändert werden.

 

Plasmaschneidgerät

Das Plasmaschneidgerät dient dem Trennen von metallischen leitfähigen Stoffen. Die durch den Brenner strömende Luft wird ionisiert. Der auf diese Weise gebildete Plasmastrahl hat eine sehr hohe Energiedichte und besitzt Temperaturen zwischen 10.000 und 20.000°C. Bei derartigen Temperaturen schmelzen sämtliche Metalle. Dafür ist allerdings auch ein leistungsfähiger Stromerzeuger mit mindestens 8 kVA notwendig.

Der ursprünglich für industriellen Einsatz entwickelte Plasmaschneider wird in einer mobilen Variante auch bei der Feuerwehr für Bergungsarbeiten eingesetzt. Wenn hydraulisches Gerät aus Platzmangel nicht eingesetzt werden kann, stellt der Plasmaschneider eine sehr gute Alternative dar. Die geringere thermische Ausbreitung ermöglicht es, z.B. näher an Personen zu arbeiten. Zum anderen ist es nicht möglich, ein hydraulisches Schneidgerät an gehärtetem Stahl einzusetzen, wie er in der Lenksäule eines PKW verwendet wird. Dort kommt deshalb häufig der Plasmaschneider zum Einsatz. Die verwendeten Geräte erreichen im Allgemeinen eine Stromstärke von 20 bis 60 A. Mit diesen ist es den Rettungskräften möglich, bis zu 30 mm dicken Stahl zu durchtrennen.

 

Powermoon

Ein Leuchtballon (Markennamen: Powermoon, Sirocco) ist eine Leuchte, die ein blendfreies tageslichtähnliches Licht ausstrahlt. Er besteht aus einem drahtverstärkten, feuerfesten Gewebe und wird entweder wie ein Regenschirm aufgespannt oder mit einem Ventilator aufgeblasen. Im Innern strahlt ein Hochleistungsleuchtmittel, beispielsweise eine Metalldampf- oder Halogenlampe. Die obere Hälfte der Kugel ist im Innern verspiegelt und reflektiert das Licht nach unten. Die untere Hälfte ist durchscheinend matt. Der große Durchmesser von bis zu mehreren Metern und die Stativhöhe von einigen Metern gewährleisten eine blendfreie Ausleuchtung großer Flächen. Es gibt zudem Beleuchtungsballons, die mit Helium gefüllt werden und daher selbsttätig bis zu 50 Meter aufsteigen. Diese haben einen deutlich größeren Durchmesser. Der Leuchtballon kann stationär oder mobil eingesetzt werden. Der Aufbau ist je nach Konstruktionsform schon in wenigen Minuten möglich.

 

Pressluftatmer

Von der Umgebungsluft unabhängiges, frei tragbares Atemschutzgerät, das den Träger aus Druckluftflaschen mit frischer Atemluft versorgt. Pressluftatmer gehören zur Ausrüstung der Feuerwehr beim Innenangriff. Es werden Ein-Flaschengeräte mit 300 bar Flaschendruck und Zwei-Flaschengeräte mit jeweils 200 bar unterschieden.

 

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