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Dienstgrade, Funktions- und Lehrgangsabzeichen in der Feuerwehr |
Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass Sie an einer
Hauptverkehrsstraße wohnen.
Nachts um drei Uhr fährt - mit Tatütata und Radau - die Feuerwehr
oder eine der anderen Hilfsorganisationen mit ihren größtenteils freiwilligen und
somit "unbezahlbaren" Helfern an Ihrem Haus vorbei. Sie werden sofort wach und denken
eventuell...... "Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig?"
oder
..."Na ja, nach §38 StVO muß der Fahrer ja mit Blaulicht und
Martinshorn fahren"
oder (am wahrscheinlichsten)
..."Müssen diese Idioten wieder so einen Krach machen?"
Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht,
- daß diese Idioten vor fünf Minuten noch genauso friedlich in
ihrem Bett schlummerten wie Sie?
- daß diese Idioten auch um sechs Uhr früh wieder raus
müssen, wie Sie?
Aber
- daß diese Idioten, wenn sie nach zwei oder drei Stunden
wieder ins Bett fallen sowieso nicht mehr
schlafen können, weil man halt nicht so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem
brennenden Haus oder verunfallten Fahrzeug gerettet hat?
Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil unsere
Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz § 38
StVO das Martinshorn auslassen, oder weil Sie nicht an einer
Hauptverkehrsstraße wohnen.
Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über die "Idioten" von der Feuerwehr oder von
den anderen Hilfsorganisationen aufregen.
... Außerdem denken die inzwischen schon selbst:
"Warum mache ich IDIOT das
eigentlich...
-
freiwillig, unentgeltlich, und in meiner FREIZEIT
???"
Das Gedicht eines Feuerwehrmannes
Ich
wünschte Du könntest...
die Gram des Geschäftsmannes sehen,
als sein Lebenswerk in Flammen aufging oder die Familie, die
nur nach Hause kam,
um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder sogar
zerstört vorzufinden.
Ich
wünschte Du könntest...
fühlen wie es ist ein brennendes Schlafzimmer
nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen,
die Flammen schlagen über Deinen Kopf hinweg,
während des Kriechen schmerzen Deine Handflächen und
Knie,
der Fußboden gibt unter Deinem Gewicht nach,
wenn die Küche unter Dir zu brennen anfängt.
Ich
wünschte Du könntest...
die Furcht einer Ehefrau um 3 Uhr morgens verstehen,
wenn ich ihrem 40 Jahre altem Ehemann den Puls fühle und
keinen finde.
Ich beginne irgendwie mit der HLW, hoffe entgegen jeden
besseren Wissens ihn
zurückzuholen, aber ich weiß, daß es zu spät ist.
Aber seiner Frau und Familie muß ich das Gefühl geben,
daß alles Mögliche getan wurde.
Ich
wünschte Du könntest...
den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen,
den Geschmack von Ruß in Deinen Schleimhäuten, das Gefühl der
intensiven Hitze,
die durch Deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden
Flammen
und die Beklemmung absolut nichts durch diesen dichten Rauch
zu sehen,
nachempfinden - „ Sensationen, an die ich mich zu sehr
gewöhnt habe,
mit denen ich zu sehr vertraut geworden bin.“
Ich
wünschte Du könntest...
verstehen wie es ist, am Morgen zur Schule oder zur Arbeit zu
gehen,
nachdem Du die meiste Zeit in der Nacht, heiß und wieder naß
durchgeschwitzt,
mit den verschiedensten Einsätzen verbracht hast.
Ich
wünschte Du könntest...
meine Gedanken lesen,
wenn ich zu einem entstehendem Feuer gerufen werde,
„Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes,
atmendes Feuer?
Wie ist das Gebäude konstruiert?
Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen
eingeschlossen?“
Ich
wünschte Du könntest...
in der Notaufnahme dabei sein,
wenn der Arzt das hübsche 5 Jahre alte Mädchen für tot
erklärt,
nachdem ich es zuvor 25 Minuten lang versucht habe am Leben
zuhalten,
sie wird nie zu ihrem ersten Date gehe können
oder jemals wieder die Worte „Ich liebe Dich Mama!“ sagen
können.
Ich
wünschte Du könntest...
die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen,
der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse,
Dein Daumen drückt den Schalter des Preßlufthorns,
wenn Du Dir vergeblich versuchst Vorfahrt an einer
vorfahrtberechtigten Kreuzung einzuräumen oder im
Verkehrsstau.
Wenn Du uns brauchst, wann auch immer es ist,
Deine ersten Worte nach unserem Eintreffen werden sein,
“Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis Ihr hier
wart!“
Ich
wünschte Du könntest...
meine Gedanken lesen,
wenn ich helfe eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten
ihres Wagens zu ziehen,
„was wäre wenn es meine Schwester, meine Freundin oder eine
Bekannte ist?
Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein
Polizist steht,
der seine Mütze in den Händen hält?“
Ich
wünschte Du könntest...
wissen,
wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen, meine Eltern und
Familie zu begrüßen,
aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen,
daß ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht
zurückgekommen wäre.
Ich
wünschte Du könntest...
Dir die physische, emotionale und mentale Belastung
von stehen gelassenem Essen , verlorenem Schlaf und verpaßter
Freizeit vorstellen,
zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen
haben.
Ich
wünschte Du könntest...
die Kameradschaft und die Befriedigung Leben gerettet
oder jemandes Eigentum geschützt zu haben, erfahren, da zu
sein,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort im Angesicht der
Gefahr
oder aus der Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu
schaffen.
Ich
wünschte Du könntest...
verstehen wie es ist
einen kleinen Jungen auf Deinem Arm zutragen, der fragt, „ist
meine Mama o.k.?“ ,
und es ist Dir unmöglich ihm in die Augen zu schauen
ohne das Dir die Tränen in die Augen steigen und Du weißt
nicht was Du sagen sollst.
Oder wie es ist einen alten Freund zurückzuhalten,
der mit ansehen muß wie sein bester Kumpel in den
Rettungswagen getragen wird,
und Du weist genau, daß er nicht angeschnallt war.
Solange Du dieses Leben nicht durchgemacht hast,
wirst Du niemals wirklich verstehen oder einschätzen
können,
wer ich bin, was wir sind oder was uns unsere Arbeit wirklich
bedeutet.
Verfasser unbekannt.
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Dienstgradabzeichen |
Dienstgrad |
Funktion/Voraussetzung |
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Landesbrandmeisterin oder Landesbrandmeister |
Landeswehrführung |
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Kreisbrandmeisterin oder Kreisbrandmeister Stadtbrandmeisterin oder Stadtbrandmeister |
· Kreiswehrführung, Stadtwehrführung
·
Amts-
bzw. Gemeindewehrführung · Zugführung · Führung von Verbänden |
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Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister |
·
Amts-
bzw. Gemeindewehrführung · Zugführung · Führung von Verbänden |
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Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister |
·
Amts-
bzw. Gemeindewehrführung · Zugführung · Führung von Verbänden |
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Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister |
·
Gemeindewehrführung
von 5001
·
Führung
von Verbänden · Ortswehrführung über 20000 Einwohner |
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Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister |
·
Ortswehrführung
von 1001 bis
·
Gemeindewehrführung
von 1001 bis |
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Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister |
·
Ortswehrführung
von 1001 bis
·
Gemeindewehrführung
bis 1000
·
Kreisjugendfeuerwehrwartin
oder |
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Brandmeisterin oder Brandmeister |
· Zugführung · Ortswehrführung bis 1000 Einw. · Kreisfachwartin oder Kreisfachwart
·
Sachbearbeiterin
oder Sachbearbeiter |
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Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister (HLM***) |
Stellvertretende Ortswehrführung bis 1.000 Einwohner mit Lehrgang Gruppenführung, Leiten einer Feuerwehr |
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Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister |
·
Gruppenführungsausbildung
und
·
Jugendfeuerwehrwartin
oder · Gruppenführung, Kreisausbildung |
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Oberlöschmeisterin oder Oberlöschmeister |
·
Gruppenführungsausbildung
und
·
Jugendfeuerwehrwartin
oder · Gruppenführung, Kreisausbildung |
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Löschmeisterin oder Löschmeister |
Truppführungsausbildung
und Ausbildung |
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Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne (HFM***) |
Truppführungsausbildung und mindestens eine technische Ausbildung und Funktion im Vorstand oder Sicherheitsbeauftragte / -beauftragter oder Brandschutzerzieherin / -erzieher / Brandschutzaufklärerin / -aufklärer mit abgeschlossener Ausbildung - nach Bewährung in der jeweiligen Funktion. |
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Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann |
Truppführungsausbildung und Ausbildung für mindestens eine Sonderfunktion |
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Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann |
Truppführungsausbildung
oder Ausbildung |
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Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann |
Feuerwehr-Grundausbildung |
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Feuerwehrfrauanwärterin oder Feuerwehrmannanwärter |
Mitglied der Jugendabteilung; Eintritt als aktives Mitglied |
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Funktionsabzeichen am Feuerwehrhelm |
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Feuerwehrmann/frau |
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Gruppenführer/in |
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Zugführer/in und stellvertretender Orts- oder Gemeindewehrführer/in |
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Ortswehrführer/in oder Gemeindewehrführer/in |
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Amtswehrführer/in, Gemeindewehrführer/in (amtsfreie Gemeinden oder Städte) und Kreiswehrführer/in |
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Atemschutzträger/in (mit abgeschlossener Ausbildung und gültiger Atemschutztauglichkeit nach G 26/3) |
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Lehrgangsabzeichen |
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Truppführer/in |
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Feuerwehrmann/frau mit mehreren technischen Ausbildungen |
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Truppführer mit technischer Ausbildung |
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Maschinist/in |
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Gruppenführer/in |
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Sprechfunker/in |
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Zugführer/in |
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Atemschutzträger/in |
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Führer/in von Verbänden |
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Sanitäter/in |
An die
Schaulustigen
Vielen Dank für Ihr reges Interesse
an der Arbeit der Rettungskräfte.
Wir wissen Ihre "hautnahe Anteilnahme"
am Schaden Anderer zu schätzen!
Entschuldigen Sie, falls wir Ihnen
versehentlich die Sicht versperren
und nicht auf Ihre Ratschläge hören.
Ihre Feuerwehr
Der Discobesuch
Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken, Mama,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fühlte mich richtig stolz, Mama,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren, Mama,
obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß, ich tat das Richtige, Mama,
ich weiß, Du hast immer recht.
Nun ist die Party zuende, Mama,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg, Mama,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast,
verantwortungsbewusst und lieb.
Ich fuhr also los, Mama,
aber als ich auf die Straße auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht, Mama,
er fuhr einfach über mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt, Mama,
hörte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken", Mama,
Und nun bin ich es, die bezahlen wird.
Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.
Überall um mich ist Blut, Mama,
das meiste davon ist meins.
Ich höre den Arzt sagen, Mama
bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mama,
die anderen haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken
Und ich werde sterben.
Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.
Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht, Mama,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.
Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.
Jemand hätte ihm sagen sollen, Mama,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten, Mama,
wäre ich noch am Leben.
Mein Atem wird kürzer, Mama,
ich bekomme solche Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Ich hab nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?
Da die Feuerwehren zumeist sehr unmittelbar mit dem Schrecken und Leiden eines Verkehrsunfalls konfrontiert werden, möchten wir an dieser Stelle über die gesamte Dramatik und auch die Grausamkeit eines Unfalles berichten. Leider entfallen 48 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.
Die häufigste Unfallursache ist
überhöhte
Geschwindigkeit;
bei einem Drittel aller Fälle
istAlkohol
im Spiel.
Die Bremsen haben blockiert, Du spürst das pulsierende Gefühl des ABS an deinem Fuß, Du bist starr vor Schreck. Es gibt kein Ausweichen mehr...
Mit weißen Knöcheln umklammerst Du krampfhaft und voller Angst das Lenkrad...
Noch knapp 1 Meter bis zum Baum...
Mit 80 km/h rast dein Körper nach vorne. Du wiegst jetzt mehr als 2 t und wirst mit 20-facher Schwerkraft aus dem Sitz gehoben. Deine Beine brechen am Kniegelenk.
Dein Körper löst sich aus dem Sitz, der Rumpf ist starr aufgerichtet, die gebrochenen Kniegelenke gegen das Armaturenbrett gepresst. Umhüllung und Stahlfassung des Lenkrades biegen sich unter deinen Händen.
60 cm des Autobugs sind schon total deformiert. Dein Körper rast weiter mit 80 km/h. Der Motor, fast 1/2 t schwer, stößt in das Hindernis.
Deine Hände - in Todesangst starr verkrallt - biegen das Lenkrad fast vertikal. Die Gelenke und Unterarme brechen. Durch die andauernde Schwerkraft wirst du von der Lenksäule durchbohrt. Stahlsplitter dringen in den Brustkorb, reißen Löcher in die Lungen und zerfetzen die inneren Arterien. Blut dringt in den Lungenflügel. Das Atmen wird so gut wie unmöglich.
Deine Füße werden aus den Schuhen gerissen. Das Bremspedal bricht ab, das Fahrzeuggestell bricht in der Mitte ein. Bolzen lösen sich, Schrauben reißen ab. Dein Kopf schleudert gegen die Windschutzscheibe. Du hast nicht einmal mehr Zeit zum Schreien.
Das Auto krümmt sich. Die Sitze haben sich aus den Verankerungen gelöst, schnellen nach vorne und pressen deinen Brustkorb unbarmherzig gegen die gesplitterte Lenksäule. Blut schießt aus deinem Mund. Durch den Schock bleibt Dein Herz stehen...
Du bist tot !
...und wie schnell fährst DU in Zukunft...?
Wenn wir im Verkehrsstau 40 Sekunden lang aufgehalten werden, sagen die Leute:
"Sie brauchen 20 Minuten um herzukommen !"
Wenn wir mit 60 km/h durch die Straßen fahren, sagen sie:
"Schaut euch die rücksichtslosen Spinner an !"
Wenn Feuerwehrleute Fenster eindrücken, um durch Ventilation die Hitze bei der Brandbekämpfung zu verringern sagen sie:
"Seht euch die Kaputtmacher an !"
Wenn wir den Fußboden aufreißen um an den Brandherd zu gelangen, sagen sie:
"Da läuft die Holzfällerbande !"
Wenn der Zugführer weit hinten steht, von wo er seine Männer sehen und leiten kann, sagen sie:
"Er hat Angst, dahin zu gehen, wohin er seine Leute schickt !"
Wenn wir ein Gebäude verlieren, sagen die Leute:
"Das ist eine lausige Feuerwehr !"
Wenn wir schnell mit dem Feuer fertig sind, sagen sie:
"Es war kein richtiges Feuer !"
Wenn viel Wasser benötigt wird, sagen die Schaulustigen:
"Die richten mit dem Wasser mehr Schaden an, als das Feuer selbst !"
Wenn ein Feuerwehrmann verletzt wird, sagen alle:
"So ein leichtsinniger Bursche !"
Wenn er im Einsatz sein Leben lässt, sagen sie zu seiner Familie
"Damit musste er rechnen als er zu Feuerwehr ging "
Armer Feuerwehrmann, Du kannst es niemandem Recht machen!
Aufgewacht mit schweren Schädel -
grad´ noch geträumt von einem Mädel -,
der Piepser singt das Lied vom Brand.
"Zwei" zeigt die Uhr dort an der Wand.
Raus, ins kalte Auto rein;
frostig ist´s, es wird bald schnei´n.
Im Eis auf der Scheibe nur ein Schlitz,
eiskalt ist der Fahrersitz.
Motor blubbert, kommt in Gang,
kriegt schnell jenen hohen Klang,
den man vom Nürburgring her kennt
und den man "höhertourig" nennt.
Reifen quietschen schon beim Start,
Kurventechnik: herzlich/hart,
"Ideallinie" nehmen, geradeaus -
da ist auch schon das "Spritzenhaus".
Klar, jetzt ist der Motor warm,
die Scheibe frei und -
Fehlalarm!
Ein "Bürger" tat den Melder drücken,
um dann fröhlich abzurücken.
Erwischen müsst´ man diesen Knaben,
um ihm - die Meinung mal zu sagen.
Als der liebe Gott den Feuerwehrmann schuf, machte er bereits
den sechsten Tag Überstunden. Da erschien ein Engel und sagte:
"Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!"
Der liebe Gott sprach: "Hast Du die speziellen Wünsche auf der
Bestellung nicht gesehen? Er soll pflegeleicht, aber nicht aus
Plastik sein; er soll Nerven wie Drahtseile haben und ein
offenes Ohr für alle und ein dickes Fell, aber nicht zu dick,
dass er auch im Einsatzanzug in einem Golf Platz hat. Er soll
einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt und er
soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben und arbeiten
können. Sein Zuspruch soll alles heilen können, vom kaputten
Auto bis hin zur verletzten Katze auf dem Baum; er soll sechs
Paar Hände haben. Und Feuer löschen soll er können."
Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: "Sechs Paar Hände,
das wird es kaum geben!"
"Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen", sagte der liebe
Gott, "aber die vier Paar Augen, die ein Feuerwehrmann haben
soll."
"Gehören die denn zum Standardmodell?" fragte der Engel.
Der liebe Gott nickte: "Ein Paar das durch geschlossene Türen
blickt, während er fragt: Was macht Ihr denn da drüben, obwohl
er es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf mit dem er
sieht, was er nicht sehen soll, aber wissen muss. Und
natürlich noch die zwei Augen nach vorne aus denen er den
Bürger, der sich unmöglich benimmt, ansieht und die trotzdem
sagen: Ich verstehe Dich und mag Dich, ohne dass er ein
einziges Wort spricht. Und dann noch die Augen, mit denen er
ständig die Stimmung seiner Vorgesetzten beobachten kann."
"Oh Herr" sagte der Engel und zupfte ihn sanft am Ärmel, "geht
schlafen und macht morgen weiter!"
"Ich kann nicht!" sagte der liebe Gott, "denn ich bin nahe
daran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Es ist
mir bereits gelungen, dass er sich von selbst heilt, wenn er
krank ist; dass er an die 30 Kameraden mit einem winzigen
Geburtstagskuchen zufrieden stellt: dass er einen
Sechzehnjährigen dazu bringen kann, an der Tankstelle nicht zu
rauchen und einen Neunzehnjährigen davon überzeugen kann, dass
Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen. Außerdem kann er
20 Minuten überleben, ohne zu atmen. Daneben scheint es mir
gelungen zu sein, ihn zu überzeugen, dass der Dienst in der
Feuerwehr etwas schönes ist, eine echte Dienstleistung eben,
und er in der Lage ist, alle Ungerechtigkeiten klaglos zu
dulden."
Der Engel ging langsam um das Modell des Feuerwehrmannes herum
und betrachtete es aufmerksam von allen Seiten.
"Zu weich" seufzte er.
"Aber unerhört zäh" sagte der liebe Gott energisch. "Du
glaubst gar nicht, was mein Feuerwehrmann alles aushalten
kann!"
"Kann er denken?"
"Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und beurteilen, wenn
er in der Hierarchie aufsteigt und Kompromisse schließen"
sagte der liebe Gott, "und vergessen kann er auch!"
Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem
Finger über die Wange des Modells. "Da ist ein Leck"
sagte er, "Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht, zuviel in
das Modell hineinzupacken, deshalb geht die Hülle nicht
zu."
"Das ist kein Leck" sagte der liebe Gott, "das ist eine
Träne."
"Wofür ist sie?" fragte der Engel.
"Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und
Verlassenheit."
"Ihr seid ein Genie!" sagte der Engel.
Da lehnte sich der liebe Gott versonnen zurück und sagte: "Die Träne, das ist das Überlaufventil."
Möglichkeit 1
Gehe möglichst zu keiner Veranstaltung oder Übung.
Möglichkeit 2
Kritisiere die Arbeit der Wehrführung und des Vorstandes
recht abfällig.
Möglichkeit 3
Wenn Du einmal hingehen solltest, dann komme zu spät.
Möglichkeit 4
Übernehme ja keine Aufgabe, es ist doch viel leichter zu
kritisieren als selbst mitzuhelfen.
Möglichkeit 5
Helfe bei keiner Veranstaltung mit und komme zu keiner Übung.
Möglichkeit 6
Wenn Du nach Verbesserungsvorschlägen gefragt wirst, gib keine
Antwort. Hintenherum kannst Du aller Welt erzählen was bei uns Sch..... ist.
Möglichkeit 7
Erzähle allen, dass bei uns nichts los ist und wir ein lascher
Haufen sind, trage selbst jedoch nichts bei.
Möglichkeit 8
Trage in Deinem Kalender die Feuerwehr immer zum Schluss ein,
alles andere ist ja wichtiger.
Möglichkeit 9
Beschwere Dich, dass bei uns immer so spät angefangen wird,
trinke jedoch zuerst ein paar Bier, die Du ja eh´ nicht alle bezahlst.
Möglichkeit 10
Zeige Dich nur auf Veranstaltungen, bei denen viele wichtige
Leute sind, so dass es aussieht, als bist Du immer mit dabei.